Ralph

Als ich mit 16 Jahren ein Ausbildung zum Zahntechniker begann, konnte ich nicht ahnen, dass die Fertigkeiten, die ich mir in den kommenden Jahren aneignen sollte, viele Jahre später noch einmal so wertvoll werden würden. Das Arbeiten mit Edelmetallen wie Gold und Silber, das Gießen, Löten und Bearbeiten dieser Metalle, aber auch komplexe Modelliertechniken begleiten den Zahntechniker ebenso wie den Goldschmied. In dieser Zeit entstanden, neben Kronen und Prothesen, auch die ersten kleinen Schmuckstücke.

Babette

Nach der Schule verbrachte ich viel Zeit auf Reisen. Dabei verschlug es mich unter anderem nach Lateinamerika,  Costa Rica, Mexiko und Cuba. Ich erfuhr viel über die Kultur und Kunst dieser Länder, traf Artesanos aus aller Welt, lernte ihre Schmucktechniken kennen und blieb für immer fasziniert vom Erfindungsreichtum der Menschen und ihren Kulturen.

 

Von meinen Reisen zurückgekehrt studierte ich Schaupiel. Das Theater wurde nun für viele Jahre meine Welt. Aber das handwerklich-künstlerische Arbeiten blieb meine stille Leidenschaft. 

Aber erst einmal geriet all das in Vergessenheit, lediglich ein Koffer voller Zangen, Pinzetten und Polierern zog in den kommenden Jahren geduldig und stets ungeöffnet mit mir von Stadt zu Stadt. Ich studierte Schauspiel, ging ans Theater und tauchte für zwei Jahrzehnte tief in diesen faszinierenden Kosmos ein.

Einige Jahre später trafen Ralph und ich uns dann an einem Theater in Deutschland.

Gleich in der ersten Produktion spielten wir (nicht das einzige Mal!): ein Liebespaar,

Von nun an spielten und reisten wir zusammen - sammelten gemeinsam neue Eindrücke, Farben, Muster, Klänge und Gerüche.

Nach ein paar weiteren Jahren der bunten, aber auch anstrengenden Arbeit am Theater, stieß ich auf Ralphs Köfferchen mit den Werkzeugen aus seiner Zeit als Zahntechniker. Gerade hatte ich das Emaillehandwerk für mich entdeckt und im Köfferchen befanden sich die Werkzeuge die es brauchte ...

Wir kauften den ersten Emailleofen...

... und ich machte mich an die Arbeit.

Ich war so elektrisiert von meiner neuen Leidenschaft, dass ich kündigte, meinen Emailleschmuck einpackte, und erst einmal allein mit unserem Bus auf Reisen ging, mein kleines Miniatelier immer dabei.

Ich spielte weiter Theater und schaute mir das aus der Ferne an. Aber der Traum, noch einmal einen ganz neuen Weg zu gehen, ließ mich nicht los.

An unserem Lieblingsort in Portugal, am Atlantischen Ozean, machten wir unsere ersten Txiki-Verkaufsbabyschritte. Seitdem lieben und leben wir das Emaillehandwerk und sind damit in Deutschland und ganz Europa unterwegs. Emaille ist ein wirklich wunderbares Material. Jeder Brand ist anders, jedes Stück, das den Ofen verlässt: ein kleines Unikat. In Verbindung mit Macramee und Silber entstehen dabei ganz eigene, opulente Schmuckstücke. Mit Kupfer lassen sich die außergewöhnlichsten Formen gestalten und der Emaillemalerei sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Wir schöpfen dabei von unserem Erlebnisschatz, den vielen wundervollen Begegnungen auf unseren Reisen und dem Licht und der Wärme des Südens, die wir immer wieder suchen. Unser Wunsch ist es, durch unseren Schmuck etwas von dieser farbenfrohen Energie an Dich weiterzugeben.

Txiki

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